NABU Rodgau Apfelkelter am 3. Oktober

20200930 105929Vor dem Keltern die Apfelernte ©A. BöhmApfelkeltern 2020 2Weiterverarbeitung an der Presse ©A. Pulwey

Beim Naturschutzbund (NABU) Rodgau packten ein Dutzend Helferinnen und Helfer am Tag der deutschen Einheit mit an, um der Obsternte den süßen Saft zu entlocken.

20201003 115640Einer von Zwei Anhänger mit geernteten Äpfeln ©K. Benedickt

 

Dieses Jahr zelebrierte der NABU mehr einen internen Arbeitseinsatz denn ein Fest. War die sonst so gern von vielen Gästen besuchte Festivität in den letzten Jahren häufig von Sonnenschein und frischem Apfelsaft versüßt, so waren dieses Jahr die Voraussetzungen ganz andere. Der Himmel spielte auch nicht so richtig mit. Zwischendrin regnete es, worüber sich eingefleischte Naturschützer allerdings freuten.

 

Apfelkeltern 2020 6Voller Einsatz an der Presse ©A. PulweyApfelkeltern 2020 1Jeder Apfel wird begutachtet und verputzt ©A. Pulwey

Zwei Anhänger voller Äpfel hatten die NABU-Aktiven in den Tagen vor dem Keltertag gesammelt. Viele Äpfel wurden auf den eigenen Grundstücken geerntet, alles im biologischen Anbau, ohne jedes Spritzmittel. Beim Ernteeinsatz halfen auch zwei junge Rodgauer, die ein Freiwilliges soziales Jahr in den NABU-Gruppen des Kreises absolvieren, und befreundete Grundstückseigentümer, die den Ehrenamtlichen das pflücken des Obstes erlaubten. So kamen etwa 1,2 Tonnen Obst zusammen. Den Saft genossen die zwölf Aktiven des NABU vor Ort und hoben ihn für zu Hause und für die eigene Apfelweinproduktion auf.

07.10. 2020 / GRAUSPECHTE am Reinheimer Teich bei Spachbrücken

Reinheimer Teich bemig 07.10.2020 Reinheimer Teich / ©B. Emig

Fiona MorrisonGute Laune der Exkursionsteilnehmer*innen / ©F. MorrisonAm Mittwoch den 7. Oktober war es wieder so weit. Die NABU-Grauspechte trafen sich zu einem Ausflug an den Reinheimer Teich bei Spachbrücken.
Der Wettergott hatte es mit den Exkursionsteilnehmer*innen sehr gut gemeint, trotz angesagtem Regen, war das Wetter schön und teilweise sogar sonnig.

 

 

 

 

Ein erlebnisreicher Tag mit tollen Beobachtungen von Eisvogel, Graugänsen, Kanadagänsen, Krickenten, Schwänen, Weißstorch, Nilgänsen konnten verzeichnet werden. Weitere Einträge findet man hier.

 

Eisvogel Foto Roland Tichai Eisvogel / ©Roland Tichai Reinheimer Teich Foto Fiona MNilgänse am Reinheimer Teich/ ©F. Morrison

Buchen Streckfuß Calliteara pudibundaReinheimer Teich b.emig 07.10.2020 34Buchen Streckfuß Calliteara pudibunda / ©B.Emig

 

 

 

 

 

 

 

 

Als krönender Abschluss wurde ein Buchenstreckfuß – auch Buchenrotschwanz genannt, von einem Biologen entdeckt  (s.Foto). Diese hübsche Raupe wird sich einmal in einen Nachtfalter verwandeln.
Die nächste Grauspechte-Veranstaltung am ersten Mittwoch im November findet dann in den Hergershäuser Wiesen bei Dieburg mit anschließendem Museumsbesuch statt. Diese wird letztmalig unter der Führung von Hans Schwarting stattfinden.

 

05. 08 2020 / Schmetterlingsexkursion im Seligenstädter Stadtwald

IMG 7146 Fiona MorrisonSchmetterlingspfad - Seligenstädter Stadtwald / ©Fiona Morrison

200805 NABU Grauspechte Mrchenstunde Birgit EmigHans Schwarting's Märchenerzählstunde / ©Birgit Emig

19 Exkursionsteilnehmer/innen waren sehr beeindruckt von Reinhard Gepperts Führung. Nach einer einführenden „Märchenstunde“ (Hans Schwarting), stellte uns Reinhard sein Gebiet vor. Sehr kurzweilig berichtetet er vom dortigen Artenvorkommen, seinen Entdeckungen und der Gebietsbetreuung. Letztendlich war er es, der dort eine Köcherfliegen-Art entdeckte, die seit 25 Jahren in Hessen als verschollen galt (s. Anhang). Nach dem Mittagsessen, auf Baumstämmen und unter freiem Himmel, kredenzte er noch ein selbst erzeugtes Bio-Wald-Himbeer-Frucht-Verdauungsgetränk, das beliebte ‚Gepperts-Tröpfchen‘. Ein herzliches Dankeschön an Reinhard, seiner Fürsorge und kompetenten Führung.
Ein Dankeschön gilt auch Hans Bender, der uns über 15 Jahre NABU-GRAUSPECHTE berichtete. Das Ganze beendete er gesanglich, und alle sangen kräftig mit.
Als ganz besondere Naturbeobachtungen darf man vier sehr seltene Insekten-Arten nennen, die Klaus Dühr dokumentierte. Ein ruhender Baumfalke (Falco subbuteo) wurde von Roland Tichai entdeckt und die seltene Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) erfreute besonders unsere Libellen-Fans.
Unsere Beobachtungen und Bilder findet man hier: www.naturgucker.de Ergänzungen sind willkommen.

Weiden-Tipi für die „Waldkita"

NABU Rodgau und Kita „die Wühlmäuse“ bauen zusammen ein Weiden-Tipi.
Das Projekt Weiden-Tipi wurde bereits im Frühjahr 2020 angebahnt, allerdings durch die Corona-Beschränkungen immer wieder verschoben. Anfang Juli war es dann soweit, Waldkinder sowie einige Eltern und Herr Benedickt vom NABU Rodgau setzten das „Projekt“ mit einem Arbeitseinsatz auf dem Kitagelände hinter dem Don-Bosco-Heim um.

Weiden Tipi für Waldkita 2Weiden Tipi für den WaldkindergartenKinder, wurden ausreichend Löcher gegrabenWeiden Tipi für Waldkita 3Klaus Benedickt erklärt den Kindern den Bau eines Weiden-Tipis

Weidentriebe gab es genug, doch mußte noch der günstigste Standort auf dem Gelände festgelegt werden. Da gingen die Meinungen schon ´mal auseinander; aber letztlich entschieden wir uns für die ruhige Seite des Geländes gegenüber den Gruppenhäusern. Nachdem der Durchmesser abgemessen war, passend für eine Gruppengröße von bis zu 10 Kinder, wurden ausreichend Löcher gegraben. Das war der Moment an dem alle Kinder eifrig mitgearbeitet haben.

Weiden Tipi für Waldkita 1Die Weidenrouten müssen ausreichend bewässert werden

Weiden Tipi für Waldkita 5Kontrolle ob alles richtig gemacht wurde

Erstaunlich, wie fest doch der Waldboden an dieser Stelle ist. Dann wurden die Weidentriebe eingesetzt und an stärkeren Stangen befestigt. Querverbinder sorgen für die Stabilität der noch großen Lücken. Zuletzt wurden die Triebe von den Kindern noch kräftig gewässert. Damit die Weiden auch den Sommer überstehen, wurde von Frau Schulte-Sasse, der pädagogischen Leiterin der Kita, über die Sommerferien ein Gießdienst organisiert. Nach den letzten, sehr trockenen Tagen Anfang August, konnte man schon skeptisch sein, ob die Triebe diese Zeit überleben. Aber nach einer letzten Inaugenscheinnahme, konnte man sehen, daß die jungen Triebe alle ausgeschlagen sind, eine gute Basis für die nächste Wachstumsphase im Frühjahr. Dann soll der Aufbau des Tipi durch Querstangen und einen Eingangsbogen noch weiter stabilisiert werden.
Ein weiteres Projekt, „Weidenzaun“ am Sandspielplatz, soll im nächsten Jahr zusätzlich realisiert
werden.
Es gibt viel zu tun …, wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der Kita im nächsten Jahr.

Bildmateriel von © Klaus Benedickt

 

GAUSPECHTE zum GEO-Tag der Artenvielfalt - LBV Kleinostheim

03 07 2019 LBV Kleinostheim A. Boehm 2

Endlich konnten 15 Naturinteressierte wieder eine gemeinsame Exkursion wagen.
 
Durch Covid-19 wurde jedoch vieles anders. Unter Befolgung der behördlichen Auflagen, haben wir erstmals auf das gewohnte herzliche Hände schütteln und umweltfreundliche Fahrgemeinschaften verzichten müssen. In kleinen Gruppen, und erforderlichem ‚Corona-Abstand‘, wurde das Gelände erkundet. Das Mittagessen haben wir - verteilt auf viele Sitzgruppen – ebenfalls mit Abstand eingenommen.
Zunächst einmal ein herzliches Dankeschön an Thomas Staab für seine fürsorgliche Gastfreundschaft. Er sorgte für Desinfektionsmittel und überreichte Teilnehmerlisten. Diese sollen - nach der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist - vernichtet werden. Zur Begrüßung brachte er einen Siebenschläfer mit, an dessen Auswilderung wir teilnehmen durften.
Beim Workshop ‚GEO Tag der Artenvielfalt‘ gab es auch in diesem Jahr - bei bestem Wetter - wieder viel Beachtenswertes. Hier nur einige wenige Beispiele: Ringelnatter, Braune Mosaikjungfer, Brutröhren der Gemeinen Schornsteinwespe, eine starke Vermehrung der Breitblättrigen Ständelwurz (Orchidee), der See voller Gelber Teichrosen und Libellen. Auch die Wappenvögel von LBV (Eisvogel) und NABU (Weißstorch) zeigten sich.
Wer mehr erfahren möchte, findet unsere Beobachtungen und Bilder hier. Eure Ergänzungen würden die Dokumentation bereichern. Wer www.naturgucker.de nicht nutzt oder nutzen möchte, kann seine Beobachtungen auch an Thomas Staab (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) per Mail melden. Bester Dank im Voraus.
Sehr empfehlenswert sind Gebiets-Aufnahmen von Thomas Staab: Gebiets-Aufnahmen. Da werden sofort Erinnerungen wach.
Nachdem Martin Schroth einen präparierten Waschbär-Penis-Knochen präsentierte, beendeten wir gegen 14:00h eine erlebnisreiche Exkursion.

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