Fledermäuse auch im Winter


©
Hans Schwarting

Obwohl sich Fledermäuse eigentlich in dieser kalten Jahreszeit, insbesondere bei den eisigen Minusgraden der zweiten Februar-Woche, im tiefen Winterschlaf befinden sollten, erhalten Rodgaus Fledermausschützer immer wieder Meldungen über aufgefundene Tiere. Offensichtlich wurden sie von der frostigen Kälte geweckt.

So erhielten Birgit Emig und Hans Schwarting in diesen Tagen z. B. ein Zwergfledermaus-Männchen aus Urberach, welches aus einem Rollladenkasten fiel und sofort den beiden Fledermauskundlern zur Pflege übergeben wurde. Ein weiterer Artgenosse kam aus Dreieich, der in einer leerstehenden Büroetage zwischen 18 toten Tieren lag. Als jüngster Pflegefall kam am Samstag, den 11. Februar eine weitere Zwergfledermaus, aus dem unterfränkischen Hörstein. Dort fiel der kleine Flattermann aus seinem Tagesversteck.

Alle Tiere waren stark abgemagert und erfuhren von Birgit Emig eine Erstpflege, d. h. die Tiere bekommen zunächst mit einer Pipette Wasser zum Trinken (s. Foto). Danach erhalten die oft unter 5 Gramm wiegenden Winzlinge, eine Aufbaukost, der dann später feste Nahrung in Form von Mehlwürmern folgt. Wenn die kleinen Kobolde der Nacht wieder über genügend Gewicht verfügen, wird versucht, sie in den Winterschlaf zu bringen. Zu Beginn der wärmeren Jahreszeit, oft Anfang März, werden die kleinen Säugetiere wieder in der Dämmerung in unserer Natur entlassen.

Wer verletzte oder tote Fledermäuse findet, kann sich gerne unter 06106-668088 oder per Mail hans.schwartin(at)t-online.de an Hans Schwarting wenden.

Weitere Informationen zu Fledermäusen in der Region Rodgau finden sie bei dem den Fledermausfreunden Rodgau und dem Nabu Landesverband Hessen