Jetzt noch Nistkästen aufhängen


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Hans Schwarting

Bald beginnen die Vögel mit dem Nestbau. Mit lautem Gesang stecken dann Meisen, Spatzen und Kleiber ihre Reviere ab. Doch häufig finden die nützlichen Wohnungssuchenden keine passende Bleibe. Insbesondere die intensive Nutzung der offenen Landschaft, aber auch die übertriebene Ordnungsliebe mancher Menschen erschweren ihnen die Wohnungssuche.

„Der Verlust an natürlichen Brut- und Niststätten ist für viele Vögel ein großes Problem", so Rodgaus NABU-Vorsitzender Josef Lach. Dort wo alte Obstbäume fehlten, Scheunen vernagelt oder Ställe hermetisch verriegelt würden und Bäume mit Specht-Höhlen nicht mehr alt und morsch werden dürfen, sei kein Platz mehr für Amsel, Drossel, Fink und Star. Gemeinsam mit dem NABU Hessen rufen die Rodgauer deshalb dazu auf, Hecken und Gebüsche im Garten stehen zu lassen und für Höhlenbrüter jetzt noch Nisthilfen aufzuhängen. „Künstliche Nisthilfen sind ein wichtiger Bestandteil des Schutzes der heimischen Vogelwelt. Nistkästen sind leicht zu bauen und können noch problemlos bis Anfang März aufgehängt werden“, so Lach. Mit einem Nistkasten kann man Meisen, Gartenrotschwänzen, Spatzen, Trauerschnäppern und Staren zu einem passenden Quartier verhelfen. Auch künstliche Schwalbennester am Haus oder Steinkauzröhren auf der Obstwiese wären nach NABU-Angaben hilfreich.

Die wichtigste Grundregel beim Bau von Nisthilfen ist es, nur naturnahe und niemals chemisch behandelte Materialien und keinesfalls Kunststoff-Kästen zu verwenden. Anleitungen zum Bau von Nistkästen für verschiedene Vogelarten gibt es beim NABU unter www.nabu.de/voegel. „Allerdings sind voll belegte Nistkästen nur dann zu erwarten, wenn der Garten naturnah gestaltet ist und die Vögel auch entsprechend Nahrung finden“, so Lach.