Fauna - Ameisen

Haarige Holzameise - © Birgit Emig
Kahlrückige Waldameise - © Birgit Emig

In Rodgau leben etwa 20 bis 30 der gut 100 in Deutschland heimischen Ameisenarten. Alle Arten gehören zu den staatenbildenden Insekten. Der Ameisenstaat entfaltet dabei faszinierende Eigenschaften. Eine einzelne Ameise ist ohne ihren Staat nicht lebensfähig. Besonders bedeutsam sind die unter Naturschutz stehenden hügelbauenden Waldameisen.

Ameisen sind besonders nützlich, da sie an der Bekämpfung von Forstschädlingen, der Verbreitung von Samen und der Humusbildung im Boden beteiligt sind. Zusätzlich fördern sie das Honigtauangebot im Wald und dienen als Gastgeber für andere Tiere (z.B. Rosenkäfer-Larven) sowie als Nahrungsquelle (insbesondere Spechte).

Gefährdet werden die Ameisen vor allem durch die Vernichtung ihrer Lebensräume, Veränderungen im Grundwasserspiegel, aber auch Eiweißmangel in der Nahrung, welches zur Bildung neuer Königinnen notwendig ist. Des Weiteren können sie durch parasitäre Pilze und andere Tiere gefährdet werden. Hier sollen vor allem Spechte, Wildschweine auf der Suche nach Rosenkäfer-Larven oder andere Ameisen genannt werden.

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