27.01.2018 Der Grasfrosch ist Lurch des Jahres

Grasfrosch - © Hans Schwarting

Der Grasfrosch zählt (noch) zu unseren häufigsten Froscharten. Leider gehen auch in Rodgau die Bestände dieser Lurche zurück. „Ein bundesweiter Trend“, meint NABU Amphibienspezialist Rudolf Gathof. Deshalb wurde der Grasfrosch (Rana temporaria) zum Lurch des Jahres 2018 gewählt.



Grasfrösche sind vorwiegend nachtaktiv. Das gilt für die Wanderungen ebenso wie für die Nahrungssuche im Sommerquartier. Als Laichgewässern werden stehende oder langsam fließende Gewässer bevorzugt. Dazu zählen flachere, von der Sonne beschienene Stillgewässer, wie kleine Teiche, auch Gartenteiche und Weiher. Diese sollten jedoch möglichst selten austrocknen.

Grasfrosch - © Hans Schwarting

Hier treffen die Tiere im Frühjahr (meistens zwischen Mitte und Ende März) ein. Die Männchen warten dann im Uferbereich, oder im seichten Wasser, auf die Weibchen. Zur Laichzeit kann der ‚Bräutigam‘ bläulich wirken, und mit einem Moorfrosch verwechselt werden. Die Vorderbeine der Männchen sind kräftig gebaut, da sie sich - mitunter mehrere Tage - auf dem Rücken der Weibchen festhalten.

Gefährdet wird diese Art – vor allem durch Intensivierung der Landwirtschaft. Pestizide werden bereits vom Laich oder den Larven aufgenommen. Auch das zunehmende Insektensterben geht nicht spurlos an den Fröschen vorüber. Zersiedlung und Wanderungen zwischen den Laichgewässern zu Sommer- und Winterquartieren, über Straßen, tun ein Übriges.

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