NABU-Gelände im Spätsommer - © Birgit Emig
NABU-Gelände im Frühling - © A. Böhm
NABU-Gelände bei der Apfelweinprämierung - © Birgit Emig
NABU-Gelände im Winterschlaf - © Hans Schwarting
NABU-Gelände im Herbst - © A. Böhm

08.01.2020 Exkursion der GRAUSPECHTE zur Fischerzunft Seligenstadt

Zu Gast bei der Fischerzunft Seligenstadt / ©Hans Schwarting

Seit nunmehr 15 Jahren treffen sich die NABU-GRAUSPECHTE (vorwiegend naturinteressierte Senioren*innen) zu monatlichen Exkursionen in die Natur. Zu Gast bei der Fischerzunft Seligenstad. Regelmäßig, am ersten Mittwoch eines Monats,trifft man sich in Rodgau zu gemeinsamenNaturbeobachtungen. Die heimische Fauna und Flora steht im Mittelpunkt der Exkursionen.

Zu Gast bei der Fischerzunft Seligenstadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einblick in die Forellenzucht / ©Hans Schwarting

Das Jahr 2020 begann - ausnahmsweise am 8. Januar - mit Beobachtungen von überwinternden Vogelgästen. 34 interessierte Naturbeobachter*innen starteten am ‚Alten Fähranleger‘ in Hainburg Klein-Krotzenburg. Dort wurden rastende Vögel entdeckt, die trotz ihrer Verletzungen seit Jahren ungeschützt überleben. Mit Fernglas und Kameras ausgerüstet, ging es mainaufwärts. Dabei konnten u. a. Eisvogel und Gänsesäger,  beobachtet werden. Auf den Wiesen überwinterten hunderte Kanada- Grau- und Nilgänse.

Danach wurde die Gruppe von der Fischerzunft Seligenstadt bestens verwöhnt. Ein besonders dickes Lob gab es für deren herzliche Gastfreundschaft, Engagement und dem hervorragenden Zanderfilet. Die beiden Zunftmeister Henrik Beyke (Seligenstadt) und Hermann Adam (Steinheim) vermittelten den aufmerksamen Zuhörer*innen viel Wissenswertes über Fischerzünfte, Veränderungen der Wasserqualität und den Fischen des Mains. Mit Gesangseinlagen bereicherte Hans Bender das gesellige Beisammensein. Am Nachmittag folgte ein Einblick in die Forellenzucht von Rainer Burkard. Das Zunftmitglied stellte die Anlage vor, und informierte über Zucht, Arten und dessen hohen handwerklichen Qualitätsansprüche.

 

Blühende Veilchen im Dezember

Waldveilchen im Dezember im NABU-Garten / ©Hans Schwarting
Waldveilchen im Dezember_NABU-Garten / ©Hans Schwarting

Überrascht waren NABU-Mitglieder, als sie am 27. Dezember auf dem Vereinsgelände in Nieder-Roden, blühende Veilchen entdeckten. Hans Schwarting, von der NABU-Gruppe, berichtet: „Auch zum Jahreswechsel ist der Klimawandel in Rodgau zu spüren. Normalerweise blühen unsere heimischen Veilchen vorwiegend von März bis Mai. Gelegentlich kann man blühende Exemplare zwar noch im Spätsommer finden. Aber jetzt, mitten im kalendarischen Winter, ist das absolut unüblich.“

 

 

4.12.2019 NABU-GRAUSPECHTE im Landersmuseum Wiesbaden

Museum Wiesbaden / ©Hans Schwarting
      Museum Wiesbaden / ©Hans Schwarting

Nach einer gemeinsamen S-Bahn-Fahrt, trafen sich 14 ♂ und ♀, im Hessischen Landesmuseum, Wiesbaden, um die Ausstellungen ‚Auf Staatsbesuch im Insektenreich‘ zu besuchen. Martin Schroth informierte uns mit seinen brillanten Kenntnissen - sehr detailliert - über viele der ausgestellten Exponate. Später kam noch der Leiter der Naturhistorischen Sammlungen, Herr Fritz Gellert-Grimm hinzu. Mit sehr viel ‚Herzblut‘ schaffte er es, einen Zusammenhang zwischen ‚Natur und Kunst‘ zu erläutern. Seine Einführung in die Gedanken von Ernst Haeckel (prägte einige heute geläufige Begriffe der Biologie wie ‚Stamm‘ oder Ökologie‘), und ein Kurzbesuch in der Jugendstil-Ausstellung rundeten den Museumsbesuch ab. Seine Einladung fürs nächste Jahr, haben wir sehr gerne angenommen.

Danach wurde unser GRAUSPECHTE-Jahr auf dem dortigen Weihnachtsmarkt beendet.

 

 

 

 

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an:

  • Anne Böhm, die sich zuverlässig um die Gruppenkarten für die S-Bahn kümmerte

  • Hildegard Jacob, die hierfür das Geld einsammelte

  • Martin Schroth, für seine begeisternde Führung

  • Fritz Gellert-Grimm, für seinen spontanen Einsatz

  • Dr. Hans-Jörg Herden,

    der uns mit einem Birnen-Trunk verwöhnte.

 

NABU-Rodgau unterstützt Vogel-Schutzprogramm

Wendehals und Garten-Rotschwanz im Fokus

Gemeinsam mit Hessen-Forst, unterstützt die NABU-Gruppe Rodgau ein Artenschutz-Programm für die selten werdenden Vogelarten: Wendehals (Jynx torquilla) und Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus).

Hierfür wurden spezielle Vogelnistkästen vom Forstamt Langen angeschafft und von den Naturschützern an geeigneten Stellen in Rodgaus Wäldern angebracht. Ziel ist es, in einem Fünf-Jahresprogramm, gezielte Brutmöglichkeiten für diese Höhlenbrüter anzubieten und auszuwerten. Aus diesem Grund wurden, bei den infrage kommenden Kästen, derzeit die Einflugöffnungen mit kleinen Ästchen verschlossen. Diese werden zu vorgegebenen Zeiten im Frühjahr wieder geöffnet. So kann man den jeweiligen Erfolg dieser Maßnahme gut im Auge behalten.

Fotos von © Hans Schwarting

NABU-Mitglied Hans Schwarting, der dieses Projekt begleitet, bittet die Bevölkerung, diese kleinen Ästchen nicht aus den Vogelkästen zu entfernen. Dies wird zum geeigneten Zeitpunkt – in Absprache mit Hessen-Forst - von der NABU-Gruppe vorgenommen.

Gewitterfallböe vernichtete viele NABU-Nisthilfen

Sturm-Schäden in Jügesheim / ©Hans Schwarting
Gewitterfallböe schädigt Wald in Jügesheim / ©Hans Schwarting

Fassungslos stehen die Naturschützer, nach ihren jährlichen Herbst-Kontrollen, vor einem traurigen Rückblick. Die Gewitterfallböe im September 2019 hatte nicht nur sehr viele Vogelkästen, sondern auch Fledermausquartiere zerstört. Besonders betroffen waren die Bestände nahe der Waldfreizeitanlage und östlich vom Wasserturm in Jügesheim. Teilweise liegen diese immer noch unter umgestürzten Bäumen begraben und können nicht geborgen werden. Deshalb kann noch keine genaue Schadensbilanz erstellt werden, so Gerlinde Rapp vom NABU-Vorstand.

Solche künstlichen Nisthilfen dienen den Vögeln nicht nur zur Brut, und Aufzucht ihres Nachwuchses. Diese Kästen werden auch gerne zum Schlafen und zum Schutz vor Kälte angenommen. Unsere heimischen Vögel und Fledermäuse sind erfolgreiche Schädlingsbekämpfer. NABU-Mitglied Hans Schwarting berichtet, dass eine Fledermaus jede Nacht rund 50% ihres eigenen Körpergewichtes an Insekten verzehrt. Bei säugenden Weibchen sind es sogar 80% . Von einem Kohlmeisen-Paar wurden während einer über zweiwöchigen Fütterungszeit – täglich - über 400 Einflüge registriert. „Da kommt schon eine gewaltige Bio-Masse zusammen“, so der Ehrenamtler. Für die Naturschützer ist auch der materielle Schaden sehr schmerzhaft.

Der Naturschutzbund Rodgau bereits neue Nistkästen gebaut. Besonders aktiv sind diesbezüglich die NABU-Kids. 30 Bausätze sind bereits bei der Ortsgruppe eingetroffen, viele davon bereits verarbeitet. 50 weitere werden diesen Winter noch kommen. Der Bestand an Nistkästen im Wald wird somit wieder "aufgeforstet", sodass im Frühjahr neue Brutmöglichkeiten bereit hängen. Vier neue ehrenamtliche Waldrevierbetreuer hat der NABU Rodgau gefunden, sie werden den Winter über die Reviere mit Kästen bestücken.

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