GRAUSPECHTE - Exkursion zum Naturraum Alzenauer Sande

Begrüßung der TeilnehmerK.BenedicktBegrüßung der Teilnehmer © K.Benedickt

 Mit 15 Teilnehmer:innen haben wir den artenreichen Naturraum Alzenauer Sande erkundet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von den drei Abschnitten des NSG waren zwei Teilbereiche des "Schwemmbogens" besonders interessant: die grossflächigen anddünen der "Heide" mit ihren Silbergrasfluren und die in hellem Gelb leuchtenden Sandstrohblumen auf Sandmagerrasen("Alte Weide").

 

Dr. Michael Neumann HansSchwartingDr. Michael Neumann © HansSchwartingHerr Dr. Neumann, ehemaliger Leiter des Umweltamtes Alzenau und lange Jahre verantwortlich für das NSG, war unser sach- und ortskundiger Führer.

 

 

 

 

 

 

 

 

beweidete Offenlandschaft K.Benedicktbeweidete Offenlandschaft © K.BenedicktSilbergrasfluren K.BenedicktSilbergrasfluren © K.Benedickt

Seine umfangreichen Informationen zu diesen Gebieten, haben uns einen grundlegenden Überblick über die Herausforderungen des Naturschutzes vermittelt: Aufforstung, Offenhaltung benachbarter Magerwiesen, Erhaltung der Sanddünen als Insektenhabitat, und Funktionswandel für einen Teilbereich des Geländes.

 

 

 

 

 

Sukzession der Traubenkirsche K.BenedicktSukzession der Traubenkirsche © K.BenedicktDie Sukzession der frühblühenden Traubenkirsche, ist im Bereich des Windwurfes, ein echtes Problem.

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilnehmer vor Malaisefalle K.BenedicktMalaisefalle © K.BenedicktÜber eine Malaise-Falle wurden vor einiger Zeit hunderte unterschiedlicher Insektenarten dokumentiert. So gewann man umfangreiche Daten zum Insektenschwund, zur Artenvielfalt und Bestandsentwicklung in dem typischen Habitat Sandmagerrasen. Zum Vorkommen gehören Sandlaufkäfer und die Kreiselwespe (bembix rostrata). Die zu den Grabwespen gehörende Art, ist die einzige in Deutschland. Das NSG kann insofern immer noch als eine Schatztruhe der Natur
bezeichnet werden.

 

 

 

 

 

Sandbiene undefiniert an ihrem Bau K.BenedicktSandbiene undefiniert an ihrem Bau © K.BenedicktEine Sandbiene (undefiniert) schaut aus ihrem Röhrenbau. Einzelne Insektenarten können bis zu 30 Brutröhren anlegen und betreuen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ödlandschrecke gut getarnt K.BenedicktÖdlandschrecke gut getarnt © K.BenedicktBlauflügelige Ödlandschrecke oedipoda caerulescens HansSchwartingBlauflügelige Ödlandschrecke oedipoda caerulescens © Hans SchwartingDie blauflügelige Ödlandschrecke war allgegenwärtig.


Erschüttert lauschten wir Martin Schroth´s Erklärungen, wie das Insekt zu Tode kommt, wenn es von einem Pilz befallen wird. Die im Sterbeprozess befindliche Ödlandschrecke „rettet“ sich auf einen kleinen Ast. Der parasitäre, letztlich tödliche Pilz, kann sich jetzt von erhöhter Warte leichter durch Wind verbreiten. Natur ist schon kompromisslos.

 

 

 

 

 

Martin Schroth u Michael Neumann K.BenedicktDr. Michael Neumann, Martin Schroth, Dr. Uwe Gerlach © K.BenedicktHerr Uwe Gerlach (Amphibien-Experte) berichtete uns, an den kleinen meist abgetrockneten Feuchtstellen, etwas über die Entwicklung von Lurchen bzw. Molchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bergsandglöckchen jasione montana Rentierflechte cladonia rangiferina K.BenedicktBergsandglöckchen jasione montana Rentierflechte cladonia rangiferina ©K.BenedicktKleines Habichtskraut hieracium pilosellaK.BenedicktKleines Habichtskraut hieracium pilosella © K.BenedicktDie Flora der Sandmagerrasen ist erstaunlich farbig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Silbergras corynephorus canescens K.BenedicktSilbergras corynephorus canescens © K.Benedickt

Sandstrohblumen helichrysum arenarium K.BenedicktSandstrohblumen helichrysum arenarium © K.Benedickt 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Teilnehmer an Feld Mannstreu eryngium campestre K.BenedicktTeilnehmer an Feld Mannstreu eryngium campestre © K.BenedicktBienenkäfer trichodes alvearius an Feld Mannstreu eryngium campestre K.BenedicktBienenkäfer trichodes alvearius an Feld Mannstreu eryngium campestre © K.BenedicktSolitärständig fanden wir noch Feld-Mannstreu, große Fetthenne sowie die weiße Lichtnelke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sandstrohblumen Zwergeulchen eublemma minutatum HansSchwartingSandstrohblumen Zwergeulchen eublemma minutatum © Hans Schwarting

Rosenkäfer cetonia aurata an Wiesenbärenklau heracleum sphondylium K.BenedicktRosenkäfer cetonia aurata an Wiesenbärenklau heracleum sphondylium © K.Benedickt

 Das Sandstrohblumeneulchen flatterte in großer Zahl zwischen unseren Beinen umher.

Zwei Rosen Käfer trafen sich auf der Blüte des Wiesenbärenklau.

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuntöter lanius collurio K.BenedicktNeuntöter lanius collurio © K.BenedicktSanddünen der Haide K.BenedicktSanddünen der Heide © K.BenedicktDer Neuntöter sitzt im lichten Kiefernwald auf Beute an.

Zahlreiche alte Kiefernbäume, windzerzaust und teils zerbrochen, sorgen in den Sandflächen für eine einzigartige Atmosphäre.

 

 

 

 

 

 

 

Insektenhabitat K.BenedicktInsektenhabitat © K.Benedickt

grossflächige Silbergrasfluren K.Benedicktgrossflächige Silbergrasfluren © K.Benedickt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Mittagessen in geselliger Runde und Blick auf den SeeFreigericht-West nahmen die Fachgespräche kein Ende. Ein gelungener Tag, auch weil das Wetter letztlich doch mitspielte.

Die Alzenauer Sande, immer ein Spaziergang wert.