GRAUSPECHTE - Exkursion Hergershäuser Wiesen/Münster

Nordöstlich von Münster liegen drei interessante und vom Typus sehr unterschiedliche Schutzgebiete, die zusammen den Charakter einer Grünlandaue bilden.

Das renaturierte Teilstück der Gersprenz als Bachlandschaft, die Feucht- und Niederwiesen der „Hergershäuser Wiesen“ sowie die Reste der Binnendüne und
die Sandmagerwiesen „Auf dem Sand“, im östlichen Teil der Fläche. Zusätzlich angelegte Teiche mit Brutinseln für Wasservögel und eine
Vogelbeobachtungshütte machen die nahe Sichtung von Wasservögeln einfach und besonders zur Vogelzugzeit interessant. Die Flächen und Einrichtungen werden auch von Mitgliedern des NABU Münster betreut.

Die Hergershäuser Wiesen/Münster zeigten sich dieses Jahr in regnerischem Novemberdunst. Dauerregen verhinderte am Vormittag zunächst die Wanderung durch das NSG.


20211103 122032Landsmühle/MünsterIMG 9960GRAUSPECHTE vor der Landsmühle/Münster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da aber eine Alternative geplant war, konnten wir die naturkundliche Ausstellung in der Landsmühle/Münster vorziehen.Hildegard Jakob und Rudi Heckwolf haben uns zum Besuch des Museums eingeladen; sie waren massgeblich am Zustandekommen des Museums beteiligt.Wechselnde Ausstellungen, Vorträge und Bildungsveranstaltungen für Kindergarten- und Schulklassen werden das ganze Jahr über angeboten.

20211103 103500Hildegard Jakob vor einer Info-Tafel

 20211103 105226Einblick in die Artenvielfalt des NSG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Aufbau der Ausstellung „Hergershäuser Wiesen“ gab uns einen anschaulichen Einblick in die Artenvielfalt des NSG. Dokumentiert werden z.B. über Fotos Wiederansiedlungsprojekte ehemals ansässiger Vogelarten wie der Bekassine und der Biber als Flussauenbewohner.

Hier ist eine sehenswerte Bildungseinrichtung in einem historischen Gebäude mit viel Ambiente gelungen.
Geöffnet ist am 1. Sonntag im Monat ab 14 - 17 Uhr. Es lohnt sich!

 

IMG 9950Drei Geburtstags-"kinder" IMG 9946 Kaffee und Kuchen im angeschlossenen Café

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei anschließendem Kaffee und Kuchen im angeschlossenen Café. Schließlich hatten wir an diesem Tag drei Geburtstags-"kinder":Hildegard Jakob, Petra Weiland und Heinz Hänel, zu beglückwünschen. Es wurde eifrig geplaudert und ein Geburtstagsständchen aufgelegt.

 

IMG 9971Hans Schwarting bekommt PräsentkorbBeim Mittagessen in der TV-Gaststätte Eppertshausen konnten wir endlich unserem ehemaligen Organistor der Grauspechte, Hans Schwarting, die längst überfällige Anerkennung für seine über viele Jahre geleistete Arbeit zu kommen lassen.
Vom Nachfolger Klaus Benedickt wurde ein mit vielen Leckereien gefüllter Präsentkorb überreicht. Den Hans hat es sehr gefreut.

Er erzählte uns nochmal wie der Name für die Gruppe „die Grauspechte“ zustande kam. Man suchte zunächst naturorientierte Namen sowohl für männliche wie auch weibliche Teilnehmerinnen. Der Vorschlag für Teilnehmerinnen „die Graugänse“ wurde dann doch (aus gendergerechten Gründen nachvollziehbar) nicht übernommen. Es blieb bei der heute gebräuchlichen Bezeichnung.

 

 

 

 

 

 

 Der Großteil der Gruppe entschloss sich dann doch noch, wenn auch spät am Nachmittag,einen Gang über das NSG zu machen; es hatte aufgehört zu regnen. Eine Nutria durchschwamm den Teich vor der Beobachtungshütte.Kanada-, Nilgänse, ein Höckerschwan mit Jungvogel und etl. Stockenten bevölkerten die Wasserfläche.
Es sind eher standorttreue Arten und eine geringe Ausbeute der üblichen Vielfalt. Die zu dieser Jahreszeit normalerweise an zu treffenden Zugvogelarten aus dem
Norden, fehlten völlig.

 

P1160197Graukraniche auf MaisfeldP1160202 K.Benedickt Graukraniche auf einem abgeernteten Maisfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Zu unserer Überraschung standen aber in Richtung Gersprenz und somit weit entfernt, 5 Graukraniche auf einem abgeernteten Maisfeld und stärkten sich nochmal mit den noch
vorhandene Maiskörnern, bevor sie zum Schlafplatz aufbrachen.

Während der Wanderung zur Binnendüne, dem Uferschwalbenbrutgebiet, überfolg uns noch eine Gruppe Höckerschwäne im Tiefflug. Ihr eleganter Flug ist immer wieder faszinierend.

 

P1160205Neblig-trüber Blick über die östlichen WiesenEin neblig-trüber Blick über die östlichen Wiesen, hin zur Uferschwalbenwand. Der Sandmagerrasen wurde gemulcht
damit die standorttypischen Pflanzen im nächsten Frühjahr wieder Platz zum wachsen haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

P1160206Nistkästen mit Brutmöglichkeit für SingvögelIm angrenzenden Auwald bieten diverse Nistkästen Brutmöglichkeit
für Singvögel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

P1160204BiberdammDer Biber ist noch vor Ort, seinen Damm hält er gut in Schuss.
Im Bild unten rechts, die Biberburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

P1160209Fachgespräch über den Biber

P1160211Im östlichen AmphibienteichIm östlichen Amphibienteich, dem Habitat von Kreuzkröte und Laubfrosch, zeigte sich noch ein Graureiher. Ein Reh wechselte von der Streuobstwiese zum Teich und huschte vor uns in den Schilfgürtel; ...zu schnell für einen Schnappschuss.

 

 

 

 

 

 

Die Biotopvielfalt der Schutzgebiete auf den „Hergershäuser Wiesen“ sind einen mehrfachen Besuch über das ganze Jahr wert.

Die Fotos sind von Klaus Benedickt, Hans Schwarting und Fiona Morrison