Auf der Suche nach dem Laubfrosch

Laubfrosch
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Hans Schwarting




Bei der abendlichen Vogelstimmenwanderung des NABU - Rodgau vor einigen Tagen, hatten die Teilnehmer auch ein „Laubfroschkonzert“ gehört. Das ist ein Zeichen, dass es in der Gemarkung Rodgau noch Laubfrösche gibt.

Das ist gar nicht so selbstverständlich, wenn man weiß, das laut WIKIPEDIA nur noch 40 Vorkommen in Hessen existieren. Dem NABU Rodgau sind in der Region vier Gebiete bekannt. Die Naturschützer gehen davon aus, dass es noch weitere Laubfrosch-Gebiete in der Gemarkung gibt.

Bevorzugte Lebensräume sind lichte Auwälder mit feuchten Wiesen und Hecken. Brombeer-Hecken werden bevorzugt. Auch sandige Biotope, wie z. B. Kies- und Sandgruben werden gerne genutzt. Die grünen Frösche sind hervorragende Kletterer, die sogar an Bäumen bis zu 25 Meter Höhe aufsteigen können. In ruhigen und windarmen Nächten sind die lauten Balzrufe der Männchen oft noch in zwei Kilometern Entfernung zu hören. Diese Naturspektakel beginnt mit dem Sonnenuntergang und dauert häufig bis Mitternacht. Laubfrösche gehen normalerweise mit Einbruch der Dämmerung auf Nahrungssuche. Ihre Beutetiere sind vorwiegend Insekten und Spinnen, auch kleine Nacktschnecken werden verzehrt.

„Mit etwa zehn Prozent des hessischen Laubfrosch-Bestandes tragen wir in Rodgau eine hohe Verantwortung“, so der NABU Rodgau. Deshalb bittet er die Bevölkerung darum, Beobachtungen mit Uhrzeit und Standort an: www.nabu-rodgau.de oder hans.schwarting@t-online.de zu melden.