Der "Rodgau"-Biber etabliert sich


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Hans Schwarting


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Hans Schwarting

Nach dem Aussterben der hessischen Biber im Jahre 1596, ist seit über einem Jahr, das  größte Nagetier der nördlichen Halbkugel, wieder an der Rodau heimisch. Sein dichtes Fell und das sogenannte ‚Bibergeil‘ wurden ihm genauso zum Verhängnis wie sein Fleisch, denn die katholische Kirche ernannte seinerzeit das Säugetier kurzerhand zum Fisch, und die Biber wurden so zu einer willkommenen Fastenspeise der Mönche. Hinzu kam noch der Futterneid der Menschen, denn diese befürchteten damals, dass er Nahrungskonkurrent sei, und ihnen Fische, Muscheln und Krebse weg frisst. Richtig ist allerdings, dass diese Tierart ausnahmslos vegetarisch lebt.

Von Mühlheim aus, hat sich der sympathische Nager bis nach Rodgau „vorgearbeitet“ und offensichtlich eine neue Heimat gefunden. Hauptsächlich in den naturnahen und renaturierten Gewässerzonen fühlt er sich wohl, und dort sind auch seine unübersehbaren Spuren zu finden.

Unsere Bilder belegen, rodauabwärts von Rodgau, seine Tätigkeit als Wasserregulierer und Baumeister. Auf dem oberen Foto ist noch ein keilförmig angenagter Baum zu sehen, der auf dem unteren Bild gefällt in der Rodau liegt. Häufig entstehen so die Dämme der – europaweit - strengstens geschützten Biber.

Wer im Kreis Offenbach, Biber beobachtet und Spuren sieht, kann dies gerne an den NABU-Biberbeauftragten: Hans Schwarting 06106-668088 oder per E-Mail hans.schwarting(at)t-online.de melden.