Fauna - Amphibien

© Andreas Pulwey

Amphibien  sind Urgeschichtlich die Nachkommen der ersten Fische, die das Wasser verlassen haben und das Land besiedelten. Hieraus entwickelten sich Frösche, Kröten, Molche, Unken und Salamander. Da alle Amphibien -Teile ihres Lebens - an Land als auch zu Wasser verbringen, benötigen sie zum Überleben mehrere intakte Lebensräume. Sie sind auch heute noch sehr auf Gewässer angewiesen in denen sie als Molche und Frösche leben und zur Fortpflanzung  ihren Laich ablegen oder Larven (Feuersalamander) gebären können.

Durch Ihre jahreszeitlich bedingte Lebensweise und die meist nächtlichen Wanderungen zwischen Ihren verschiedenen Biotopen sind sie mehreren Gefährdungsursachen ausgesetzt: Entwässerung, Ausbau, Verschmutzung und Vergiftung der Feuchtbiotope, sowie durch   Intensivierung der Forst- und Landwirtschaft, der Fischzucht und des Angelsports.

In Rodgau finden sich zurzeit noch nachweislich folgende Amphibienarten

 - Erdkröte, Gasfrosch, Springfrosch, Teichmolch, Bergmolch, als „Gefährdet“ eingestuft
 - Kreuzkröte und Laubfrosch, als  „Stark Gefährdet“
 - Moorfrosch, Knoblauchkröte, als „vom Aussterben bedroht“

Junge Erdkröte  - © Birgit Emig
Junge Kreuzkröte - © Birgit Emig
Erdkröte - © Hans Schwarting


Zum Erhalt der Amphibienpopulation in Rodgau ist die Renaturierung ehemaliger Feuchtgebiete, eine Bebauungsbegrenzung, als auch eine Einschränkung der Land- und Forstwirtschaft, sowie der Eintrag von Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln dringend notwendig.

Im Frühjahr vor dem Einsetzen der Laichwanderungen stellt die NABU-Gruppe Rodgau in Weiskirchen spezielle Fangzäune auf, um die Amphibien vor Verkehrstod zu schützen. Zweimal täglich werden die Eimer geleert, Tiere bestimmt, gezählt und über die Straße getragen.

Seit vielen Jahren haben Naturschützer dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt. Jede helfende Hand ist willkommen.