Fauna - Wespen und Hornissen

Hornissen - © Wolfgang Korazija

Ein Wespen- oder Hornissennest in Haus und Garten versetzt alljährlich viele Bürger in helle Aufregung. Spätestens wenn eine Wespenkönigin im Frühjahr, zur Nestgründungszeit, keine geeigneten Nistplätze (Baumhöhlen, verlassene Mäuse- oder Maulwurfsbauten) findet, werden oft Unterkünfte in menschlicher Nähe besiedelt. Hier werden dann Nistplätze wie Hohlräume in- und an Häusern (z.B. Zwischendecken, Rollladenkästen, unter Dächern, Gartenlauben usw.) besiedelt. Ab jetzt sind Konflikte mit besorgten Bürgerinnen und Bürgern vorprogrammiert.

Obwohl von den „verrufenen Untermietern“ kaum eine Gefahr ausgeht, möchten sie die meisten Betroffenen so schnell wie möglich wieder loswerden. Hartnäckig halten sich spektakuläre Vorurteile, und fast jeder kann mit eigenen Erlebnissen aufwarten, um die Angriffslust der stachelbewehrten Insekten zu dokumentieren. Deshalb werden die an sich friedlichen Insekten oft unerbittlich bekämpft, ihre Nester zerstört und ausgeräuchert. Meist reichen aber einfache Verhaltensregeln im Nestbereich aus, um ein Zusammenleben von Mensch und Tier zu ermöglichen. Nur wenige Menschen wissen um die Bedeutung von Wespen im Naturhaushalt. Wespen beteiligen sich an der Bestäubung von Obstbäumen, Sträucher und Blumen. Bei der Brutpflege verfüttern Wespenvölker große Mengen an Insekten und sind somit ein wichtiges Regulativ bei der Vermehrung von Schadinsekten. Ein einziges Hornissenvolk vertilgt am Tag z.B. etwa 500 Gramm Fliegen, Stechmücken, Raupen, Forstschädlinge etc.

Viele Ratschläge, Informationen und wissenswertes rund um Wespe, Hornisse, Hummel & Co., sowie Hinweise und Beispiele, wie man sich mit einem Wespennest im Lebensbereich arrangieren kann, erfahren Sie auf der Webseite unseres NABU-Mitglieds Peter Tauchert, der sich seit vielen Jahren mit dem „stichhaltigen Sommerthema“ beschäftigt. Peter Tauchert bietet auf seiner Webseite, unter "Hilfe für Betroffene", kostenlose Hilfe, über Telefon oder Mail an.