Fauna - Fledermäuse

 

Fossile Fledermaus, Grube Messel - © Hans Schwarting

Schon lange in unserer Region 

Fledermäuse sind schon seit 47 Millionen Jahren in unserer Region heimisch, wie mehrere Fossilien in der Grube Messel belegen. Wissenschaftler stellten fest, dass diese Tiere von geringfügigen Änderungen abgesehen, mit unseren heutigen Arten übereinstimmen. Auch damals bestand die Nahrung aus Insekten. Inzwischen wurden über 15 Fledermaus-Arten in unsere Region nachgewiesen.

Biotope und Nahrung

Fledermäuse jagen überall dort, wo sie Insekten finden. Egal ob in Rodgaus Wäldern, über Wasserflächen, Feldfluren oder in der Stadt selbst. Diese nützlichen Insektenvertilger verzehren jede Nacht etwa 50% des eigenen Körpergewichts. Damit haben sie wichtige "biologische Schädlingsbekämpfer".

Fledermaus-Quartier - © Hans Schwarting

Gefährdung und Schutz 

Alle europäischen Fledermausarten stehen unter strengem Schutz. Sie dürfen nicht gestört und vertrieben werden. Das gilt auch für ihre Quartiere, die keinesfalls vernichtet werden dürfen. Solche findet man zum Beispiel in Baumhöhlen, hinter Baumrinden, in Dachböden, Gebäudespalten, oder Keller. Sogar Autobahn- und Straßenbrücken werden von den nachtaktiven Säugetieren genutzt. Aufgrund des zunehmenden Quartiermangels werden seit 1981 in Rodgau, und in den umgebenden Wäldern, spezielle Kästen zum Schutze heimischer Fledermäuse, an Bäumen aufgehängt. Waldbesucher erkennen sie am unteren Einflugloch. Bei Vogelkästen befindet sich das Einflugloch im oberen Kastenbereich.

In der vergangenen Zeit wurde über die Medien vom gravierenden Insektenschwund berichtet. Zunehmend leiden deshalb nicht nur Vögel, sondern auch unsere heimischen Flattermänner, unter Nahrungsmangel (mehr dazu). Hinzu kommt das Fledermäuse durch Straßen- und Bahnverkehr (auch Windkraftanlagen) verletzt und getötet werden. Als Gefährder werden vor allem Mensch, Marder, Waschbären, Eulen und Hauskatzen genannt.

 

Zwergfledermaus - © Hans Schwarting

Gesundheit

Angst vor Fledermäusen ist in Europa unbegründet, denn blutsaugende Vampire gibt es nur in Mittel- und Südeuropa. Ganz selten gibt es Tollwut, die bisher vor allem an Wissenschaftlern festgestellt wurde.

Kranke oder verletzte Fledermäuse 

Wenn man eine kranke oder verletzte Fledermaus findet, empfiehlt es sich an Fachleute zu wenden. Hilfreiche Adressen findet man unter oder kontaktieren sie unsWeiterhin können sie sich informieren auf:

- NABU Hessen            

- NABU