Neuankömmlinge auch in Rodgau

Paarung_Amerikanische Zapfenwanze / ©HansSchwarting
Paarung Amerikanische Zapfenwanze / ©Hans Schwarting

 

Immer häufiger berichten aufmerksame Naturfreunde der NABU-Gruppe Rodgau, von einem bisher unbekannten Insekt, mit langenFühlern und einerKörperlänge von 15 bis 20 Millimeter. Es handelt sich dabei um die vergleichsweise große, recht auffällige Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis).
Amerikanische Kiefernwanze

Die ursprüngliche Heimat der Zapfenwanze umfasst den Westen Nordamerikas, westlich der Rocky Mountains. Durch Verschleppung und eigene Ausbreitung hat sich die Art in USA (erst seit Mitte der 1950er Jahre) zunächst bis an die Ostküste ausgedehnt. Sie wurde erstmals 1999 in Europa nachgewiesen und hat sich seitdem bis nach Rodgau ausgebreitet. Selbst Beobachtungen von der S-Bahnstation ‚Rollwald‘ oder auf Rodgaus Balkonen wurden gemeldet.

Die Tiere sind völlig harmlos. Wirtschaftliche Schäden wurden bisher weder aus Nordamerika noch aus Europa bekannt.

Zur Überwinterung suchen die rotbraunen ‚Krabbler‘ geschützte Bereiche wie Greifvogelnester, Hohlstellen unter Baumrinde oder Gebäude auf. Unsere Aufnahmen zeigen eine Paarung, die nahe der Kies- und Sandgrube von Dudenhofen, in einem Fledermauskasten entdeckt wurde.