14.12.2017 Schmetterlinge

Zackeneule und Tagpfauenauge - © Hans Schwarting

Viele Tiere deren Körpertemperatur sich der jeweils herrschenden Außentemperatur anpassen, suchen frostgeschützte Schlupfwinkel auf, und verbringen den Winter in einer Winterstarre. Auch Schmetterlinge und andere Insekten überleben so die kalte Jahreszeit. Der größte Teil unserer heimischen Schmetterlinge ist jedoch im Winter kaum zu entdecken, da sie als Ei, Raupe oder Puppe überwintern.

 

Bekannten Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Admiral finden wettergeschützte Unterkünfte in Baumhöhlen oder Gebäuden, berichtet Hans Schwarting von der NABU-Gruppe Rodgau. Wenn Zimmer, Dachböden oder Kellerräume im Winter plötzlich beheizt werden, landen die Falter unweigerlich in einer „Wärmefalle“. Da die Umgebungstemperatur im Quartier ansteigt, stellt sich der Körper des Schmetterlings auf ‚Frühjahr‘ um. Der Falter beginnt umherzuflattern und verbraucht dabei sehr viel Energie. Da kein Blütennektar als Nahrung zu finden ist, verhungert der Schmetterling bereits nach kurzer Zeit. Deshalb sollte die Umgebungstemperatur in geeigneten Winterquartieren - dauerhaft - möglichst unter 12 Grad Celsius liegen.

 

Tagpfauenauge - © Hans Schwarting

„Findet man einen winterstarren Schmetterling auf dem Dachboden oder im Keller, so lässt man ihn dort am besten sitzen, sofern der Raum den Winter über kühl bleibt“, raten die Naturschützer. Sollte sich der Falter jedoch in einem beheizten Raum aufhalten, fängt man das Tier am besten - vorsichtig - ein und setzt es an einen kühlen und trockenen Ort. Gut geeignet sind frostsichere Keller, Garagen oder Schuppen. Wichtig ist, dem Schmetterling an den ersten warmen Frühlingstagen den Ausflug aus dem Winterquartier zu ermöglichen. Dazu reicht es aus, ein Fenster gekippt offen stehen zu lassen.